Ruegg_Jade_2

Heizkamin

Ein Heizkamin sieht aus wie ein offener Kamin. Er kann rustikal oder sehr modern gestaltet sein, verkleidet mit schönen Kacheln oder Marmor. Und auch das flackernde Feuer sieht man. Der Heizkamin hat nur einen sichtbaren Unterschied - das Feuer ist durch eine Glasscheibe abgetrennt. Im Kamin befindet sich ein Heizeinsatz, der wie beim Kachelofen funktioniert.

Der heiße Rauch zieht auch hier über ein Rauchrohr in den Schornstein. Es befinden sich um den Kamineinsatz und das Rauchrohr herum Hohlräume. Hier wird Luft von den metallischen Flächen des Einsatzes und des Rohres erwärmt und dann über ein Lüftungsgitter oder eine Lüftungskachel in den Raum abgegeben. Diese Warmluftaustritte befinden sich meist oberhalb des sichtbaren Feuerraumes in der sogenannten "Kaminschürze". Doch der Heizkamin erzeugt nicht nur warme Luft. Die große Glasscheibe ermöglicht ihm durch sie hindurch, die gleiche gesunde Wärme wie der Grundofen abzugeben.

Dabei gibt nicht nur Kamineinsätze mit geraden, quadratischen Glasscheiben, sondern auch welche mit halbrunden oder hoch- oder querformatigen Scheiben. Eine höchst edle Variante sind Kamineinsätze, die vorne und auch an den Seiten verglast sind. Vom Kamineinsatz selbst sieht man jedoch meist nur einen schmalen Metallrahmen und den Griff. Heute heißt die Devise bei den Herstellern dieser Heizgeräte: Möglichst viel Feuersicht, möglichst wenig Metallrahmen. Auch beim Öffnen der Glastüre zum Nachlegen von Holz bieten die Hersteller die unterschiedlichsten Möglichkeiten – da gibt es Glastüren zum Schwenken nach links oder rechts oder hochschiebbar (die Glastüre verschwindet praktisch hinter der Kaminschürze).

Feuersicht und richtige Wärme

Der Heizkamin im Schnitt: Dadurch, dass der Feuerraum verschlossen werden kann, sorgt hier der Kamineinsatz - ähnlich wie der Heizeinsatz im Kachelofen - im Kamin für eine sehr gute Heizleistung.

Kachelofen Dötschel © 2017

  • Facebook Social Icon